04.10.2020
Bye Bye England

... und ganz schnell kommt alles ganz anders. Der Nordwesten Englands wird Corona-Risikogebiet und die Westküste wird gerade sehr stürmisch. Auch wenn es mir unheimlich schwer fällt, lasse ich den Lake District vorerst aus. Die Berge stehen nächstes Jahr auch noch, in den Seen wird auch nächstes Jahr Wasser sein. Und das Hotel hat angeboten, die Reservierung einfach zu verschieben, um die Anzahlung nicht verfallen zu lassen.

Also ging's von Birmingham zurück nach London und ich hatte wenigstens die Gelegenheit, einmal in Kew Garden vorbeizuschauen - das wollte ich schon länger tun.

Im Hintergrundgrund: Die Themse, die hier sehr ländlich wirkt.


Für ein Fazit ist es noch zu früh, aber ein paar Gedanken gehen mir doch durch den Kopf:

  • Auch wenn es bei Little Brittain ironisch gemeint ist: Es sind die Menschen, die England zu etwas Besonderem machen. Eben doch eine Spur höflicher und rücksichtsvoller als woanders.

  • Liebe Autofahrer: Bedankt Euch doch einfach einmal bei Fußgängern, die Euch Platz machen.

  • Kühe sind böse, Ponies auch. Ich will Moorhühner!

  • Ich will Bestell-Apps in Restaurants flächendeckend in Deutschland haben.

  • Nach Regen kommt Sonne. Immer!

  • Kleine Buchempfehlung für alle, die auch über solch eine Tour nachdenken: "Mindful Thoughts for Walkers: Footnotes on the Zen Path" von Adam Ford. Zufällig im Buchregal bei einer Gastgeberin entdeckt und auch lesenswert, wenn man mit Zen nichts am Hut hat.

  • Man kommt zwei Monate lang gut mit zwei T-Shirts aus (habt Ihr auf den Bildern sicher schon gesehen)

  • Wandern gegen die Uhr (Ebbe, Öffnungszeiten des nächsten Tea Rooms etc) macht keinen Spaß.

  • Wellen werfen ein Echo an Klippen. Hört man am besten, wenn man einsam am Strand liegt.

  • No pain, no gain: Es gibt durchaus einen Zusammenhang zwischen schmerzenden Knien und den Erlebnissen des Tages.

  • Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Preis einer Unterkunft und der gebotenen Leistung.

Mir fällt noch ein Gespräch mit meiner Gastgeberin aus Porthleven ein. Dänin, weit gereist, schreibt Reisebücher. Auf meine Frage, was sie denn ausgerechnet nach Cornwall verschlagen hat, guckte sie mich mich vollkommen überrascht an: "Na weil es schön ist". Und dem kann ich nichts hinzufügen.
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